INFO Juni 2026-1 asiatische Hornisse
Inzwischen sind aus den Embryonalnest die ersten Arbeiterinnen der asiatischen Hornisse entschlüpft und es ist nun ein Primärnest. Die Königin bleibt erstmal – bis auf wenige Ausnahmen im Nest und legt nur noch Eier. Den Rest erledigen die Arbeiterinnen. Mit zunehmender Erwärmung und zunehmendem Nahrungsangebot verkürzt sich nun auch die Entwicklungszeit der Maden. So entsteht schnell ein Nest von der Größe eines Handballs und beherbergt bis zu 500 Individuen. Das Nest wird nun – stärker als bei anderen Insekten – verteidigt.
Unsere Bienenstöcke werden nun von einzelnen a.Hornissen angeflogen da sie – bedingt durch den Gitterboden und das Flugloch – hunderte Meter weit duften.
Um festzustellen, ob es a.Hornissen in der Nähe gibt, kann ein Dochttopf aufgestellt werden. Dieser wird im Umkreis von einigen Metern gerochen und dann von den a.Hornissen wiederkehrend angeflogen. So werde ich mitbekommen, ob ein Nest in der Nähe ist. Wespen und Hornissen können Ihren Artgenossen nicht mitteilen, wo sie das Futter gefunden haben. Daher ist nicht mit einem plötzlich massenhaften Erscheinen von a.Hornissen zu rechnen. Die Flüssigkeit im Dochttopf ist die „galizische Mischung“ bestehend aus 1Liter Wasser/1kg Zucker und einem Würfel Hefe. Nach 3Tagen Gärung -Achtung Gefäß nicht verschließen- ist die Mischung fertig und durch den entstandenen Alkohol für Bienen nicht attraktiv.
Wer mehr über Wespen – und Hornissen wissen möchte, hat die Möglichkeit am 20.06.2026 in Brakel-Modexen einen Wespen -und Hornissenberaterkurs zu besuchen. Anmeldungen hierzu unter:
Auf Dauer macht es Sinn, wenn pro Imkerverein im Kreis Paderborn 1-2 Wespen – und Hornissenberater ausgebildet sind und ein Imker den Fachkundeschein Vespa – Velutina hat, der ebenso in Brakel am 04.07.26 angeboten wird.
Der Maßnahmenplan des Kreises Paderborn sieht vor, das auf Städtischem Gebiet und bei besonderen Gefahrenlagen, die UNB (untere Naturschutzbehörde) die Entfernung des Nestes veranlasst und bezahlt und bei allen anderen, dringend empfiehlt. Kostenträger ist der Eigentümer! Bei Nestern der a.Hornisse in der Nähe unserer Bienenvölker können wir also nicht mit behördlicher Hilfe rechnen.
Mehr im nächsten INFO – Brief
Klaus Fredebeul